Diabetische Retinopathie

Diabetische Retinopathie

Diabetische Retinopathie - Was ist das?

Diabetische Retinopathie ist eine Erkrankung der Netzhaut, die durch Diabetes mellitus hervorgerufen wird. Die "diabetische Retinopathie" ist also eine Erkrankung der Augen. Dabei werden die feinen Netzhautgefäße (Kapillaren) im Auge geschädigt. Die Kapillaren durchzuziehen die Netzhaut des Auges und versorgen sie mit Sauerstoff und Nährstoffen. Werden Sie geschädigt, sterben die Netzhautzellen ab. Bei der Beschädigung der Netzhautgefäße handelt es sich um eine sogenannte "Mikroangiopathie". Als Mikroangiopathie bezeichnet man eine Erkrankung der kleinen Blutgefäße. Dabei handelt es sich um kleine Gefäße von den Arteriolen bis zu den Kapillaren, die betroffen sein können.

Diabetische Retinopathie

Europaweit ist sie für jede dritte Erblindung bei erwachsenen Personen verantwortlich. Eine regelmäßige Untersuchung der Augen ist deshalb ein wichtiger Bestandteil bei Diabetes Typ 2. Sie kann vor schweren Erkrankungen schützen. Die Schäden, die dabei an der Netzhaut entstehen, gehören zu den häufigsten Folgeerkrankungen bei Diabetes. Früh erkannt, lassen sich schwere Sehstörungen oft vermeiden.

Retinopathie Entstehung

Wie entsteht die diabetische Retinopathie eigentlich? Retinopathie ist die Folge eines dauerhaft erhöhten Blutzuckerspiegels. Die Netzhaut (Retina) des menschlichen Auges besteht aus einer Vielzahl von Sehzellen. Sie haben die Aufgabe, das einfallende Licht in elektrische Impulse umzuwandeln und an das Gehirn weiter zu geben. Durch einen dauerhaft erhöhten Blutzuckerspiegel werden viele dieser winzigen Blutgefäße eben beeinträchtigt. Schreitet die Erkrankung fort, kann es zu Durchblutungsstörungen auf der Netzhaut kommen. Im schlimmeren Fall bilden sich Blutungen oder Schwellungen an den Kapillaren. Das hat zur Folge, dass Sehzellen nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden können. Sie sterben langsam ab.

Retinopathie Ursachen

Die Hauptursache ist ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel. Außer diesen Ursachen können es auch noch folgende sein:

  • Bluthochdruck
  • Dauerhaft hoher Alkoholkonsum
  • Langjähriges starkes Rauchen
  • Diabetische Nierenschädigung

Diabetische Retinopathie - Folgen

Die diabetische Retinopathie kann auch negative Folgen mit sich bringen. Folgen sind Verschlüsse der feinen Haargefäße im Auge. Es kommt zu Durchblutungsstörungen der Netzhaut. Werden Veränderungen wie verzerrte Wahrnehmung oder blinde Flecken  zu spät erkannt, kann es zur Einschränkung des Sehvermögens kommen und sogar zur Erblindung. Jedoch kommt Erblindung sehr selten vor. Im Durchschnitt tritt die diabetische Retinopathie erst nach 10 bis 12 Jahren Diabetes auf. Bei schlechter Zuckereinstellung kann sie aber früher auftreten. Genauso umgekehrt aber auch später. Neben der Schädigung der Netzhaut kann es auch zu weiteren Schäden der Makula kommen. Das ist der Bereich des schärfsten Sehens. Symptome sind verzerrte Wahrnehmung im Zentrum des Gesichtsfeldes, aber auch blinde Flecken. Aber auch Bluthochdruck fördert diese Erkrankung.

Diabetische Retinopathie - frühzeitig erkennen

Wie kann man die diabetische Retinopathie frühzeitig erkennen? Anfangs spürt man leider kaum was, da keinerlei Beschwerden auftreten. Da die Sehzellen vorzeitig absterben, folgt ein langsamer Rückgang der Sehkraft, sodass Betroffene beispielsweise nur noch verschwommen oder unscharf sehen können. Platzt eine Kapillare, ist eine Blutung auf der Netzhaut die Folge. Der Betroffene sieht plötzlich dunkle Flecken. Soweit sollte es aber überhaupt nicht kommen. Sollten nur die ersten Symptome auftreten, sollte umgehend ein Augenarzt aufgesucht werden. Man erkennt die diabetische Retinopathie also an folgenden ersten Symptomen:

  • Langsamer Rückgang der Sehkraft
  • Verschwommene Wahrnehmung
  • Unscharfes Sehen

Weitere, schon weiter fortgeschrittene Folgen sind:

  • Dunkle Flecken vor dem Auge

Erkrankung vermeiden

Anfangs spürt der betroffene meist keinerlei Beschwerden. Schäden bei der diabetischen Retinopathie werden leider oft erst spät bemerkt. Es ist deshalb nicht einfach, diese Erkrankung zu gänzlich zu verhindern. Oft merkt man Schäden erst, wenn eine Sehverschlechterung auftritt, oder eine Blutung aus neugebildeten Gefäßen erfolgt. Aus diesem Grund ist es so wichtig, dass regelmäßige Kontrollen beim Augenarzt erfolgen. Diabetiker sollten deshalb regelmäßig vom Augenarzt untersucht werden. Eine rechtzeitige Behandlung kann die Verschlechterung verhindern, wenn man bereits betroffen ist. Man sollte nicht warten, bis man eine Verschlechterung der Augen feststellt.

Wie oft zur Kontrolle?

Bereits wenn Diabetes Typ 2 diagnostiziert wurde, sollte der betroffene sofort die Augen untersuchen lassen. Bei Diabetes Typ 1 sollte die erste Untersuchung ab dem 11 Lebensjahr erfolgen, oder nach 5 Jahren Erkrankung. Wenn die Netzhaut bei der Kontrolle gesund ist, also keine Veränderung festgestellt wird, ist das Risiko gering, dass Schäden entstehen. In diesem Fall reicht eine Kontrolle alle 2 Jahre aus. Allerdings sollten man mit dem Arzt abklären, wann eine nächste Kontrolle nötig ist.

Es gibt aber auch Ausnahmen. Erhöhtes Risiko besteht dann, wenn man einen HbA1c-Wert von mehr als 7,5 Prozent, oder ein Blutdruck über 140/85 mmHg hat. Aber auch wenn man bereits mehr als 10 Jahre an Diabetes erkrankt ist. Bei akuten Sehbeschwerden sollte man allerdings nicht zögern und sofort den Augenarzt aufzusuchen.

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