Behandlungsprogramm für Typ-2-Diabetes verbessert

Diabetes Behandlung jetzt besser!

Zum 1. Juli 2016 hat sich das Behandlungsprogramm bei Typ-2-Diabetes geändert. Es wurde aktualisiert und auf den neuesten Stand gebracht. Dazu werten Ärzte und Wissenschaftler Studien aus vielen Ländern aus. Die Ärzte müssen ab diesem Zeitpunkt ihr Behandlungsprogramm ändern und dem neuesten Stand anpassen. Dieser richtet sich nach immer nach dem aktuellen Stand des medizinischen Wissens. Der Arzt muss sich an diese Punkte halten. So werden Menschen mit Diabetes noch besser versorgt, als bisher. Ich stelle hier die wichtigsten Punkte für Typ-2-Diabetes vor, die verändert wurden.

Was beim Behandlungsprogramm verändert wurde

Rauchen bei Diabetes

Raucher werden jetzt über die Risiken des Rauchens bei Diabetes informiert, wenn dies nicht schon vorher der Fall war. Der Patient wird dazu motiviert mit dem Rauchen aufzuhören. Dazu ist der Arzt jetzt verpflichtet.

Seelische Belastung

Menschen mit Diabetes können natürlich auch seelisch oder psychisch belastet sein. Bei seelischer Belastung wird geschaut, ob mit einer geeigneten Behandlung weiter geholfen werden kann. Zum Beispiel mit einer Physiotherapie.

Füße bei Diabetes

Ähnlich wie bei der diabetischen Retinopathie werden durch einen dauerhaft erhöhten Blutzucker auch die Nerven in den Beinen angegriffen und die Durchblutung so beeinträchtigt. Dadurch werden Wunden an den Füßen oft nicht bemerkt. Die Wunde verheilt nur schlecht. Man redet hier auch von dem "diabetischem Fußsyndrom". Solche Schädigungen können leider bis zur Amputation führen. Damit dies verhindert wird, inspiziert der Arzt die Füße mindestens einmal jährlich. Bei Menschen, die ein erhöhtes Risiko für ein diabetisches Fußsyndrom haben, erfolgt die Inspektion häufiger. Zum Beispiel alle 3 oder alle 6 Monate. In manchen Fällen auch öfter. Zusätzlich kontrolliert der Arzt auch das Schuhwerk.

Spritzstellen untersuchen

Wenn man bei Diabetes Insulin immer wieder an der gleichen Stelle injiziert, kann an dieser Stelle ein Narbengewebe entstehen. Die Folge ist, dass der Körper nicht das gesamte Insulin aufnehmen kann. Somit kann der Stoffwechsel nicht mehr richtig funktionieren, oder es besteht die Gefahr. Der Arzt untersucht in Zukunft jedes viertel- oder halbe Jahr die Spritzstellen. Weiterhin untersucht der Arzt die Injektionstechnik, also wie das Insulin verabreicht wird. Bei starken Blutzuckerschwankungen findet eine Untersuchung auch häufiger statt.

Untergrenze für Blutdruck

Bei vielen Diabetikern ist auch der Blutdruck erhöht. Dadurch steigen Risiken für Krankheiten, wie zum Beispiel Herz-Kreislauf-Probleme. Der Arzt versucht jetzt, den Blutdruck auf einen Wert zwischen 139/89 und 130/80 mmHg zu senken. Die untere Grenze ist neu. Weiter nach unten soll der Blutdruck nicht gesenkt werden. Dies kann zwar das Schlaganfallrisiko senken, aber das Risiko dafür ist zu ungünstig.

Augen

Wie ich in dem Artikel diabetische Retinopathie schon beschrieben habe, werden Netzhauterkrankungen bei Diabetes erst spät erkannt. Damit Netzhauterkrankungen nun frühzeitig erkannt werden, überweist der Arzt den Patienten regelmäßig an einen Augenarzt. Bisher war es immer so, dass der Patient einmal jährlich untersucht wurde. Dies wurde jetzt erhöht. Man soll nur noch alle 2 Jahre zur Untersuchung der Augen zum Augenarzt. Bei erhöhtem Risiko jedoch einmal jährlich.

Nieren

Die Niere entgiftet das Blut. Bei zu hohen Blutzuckerwerten kann sie nicht mehr gut arbeiten und wird so geschädigt. Die Nierenkontrolle gibt es schon. Jedoch wird jetzt einmal jährlich die eGFR bestimmt. Das ist die geschätzte glomeruläre Filtrationsrate. Dieser Wert gibt eine genauere Auskunft darüber, ob die Niere Ihre Filterfunktion noch richtig ausführen kann.

Medikamente

Wer dauerhaft 5 oder mehr Medikamente einnimmt, bei dem sollte vom Arzt ein umfassendes Medikament Management durchgeführt werden. So wird dabei vorgegangen: Mindestens einmal jährlich erfasst der Arzt alle Medikamente, die eingenommen werden. Dazu zählen auch die selbst gekauften Medikamente. Diese werden in einem Medikationsplan erfasst. Der Arzt prüft, ob die Medikamente Neben- oder Wechselwirkungen haben. Gemeinsam mit dem Patient soll überlegt werden, ob auf bestimmte Medikamente verzichtet werden kann.

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