Diabetes Wundheilung

Diabetes Wundheilung

Ja, eine schlechte Diabetes Wundheilung lässt sich vermeiden. Dafür muss der betroffene aber mitspielen und seine Aufgaben richtig erledigen. Dazu gehören unter anderem eine gesunde Ernährung und Verzicht auf das Rauchen. Außerdem ist eine gute Blutzuckereinstellung und eine stetige Fußkontrolle wichtig. Wer alles sorgfältig beachtet, hat gute Aussichten, eine schlechte Wundheilung zu vermeiden.

Diabetes Wundheilung

Warum heilen Wunden bei Diabetes schlechter?

Heilt eine Wunde nicht oder nur schlecht, spricht man von einer Wundheilungsstörung. Solche Wunden können unter anderem durch Operationen oder Verletzungen entstehen. Die Aufgabe des Körpers ist es nun, das beschädigte Gewebe zu erneuern und die Wunde zu schließen.

Bisher ging man davon aus, dass hohe Glukosemengen im Blut die Gefäße und Nervenzellen schädigen. Das wiederum soll zu einer schlechteren Immunabwehr führen und dadurch für eine verzögerte oder gestörte Wundheilung sorgen.

Neueste wissenschaftliche Studien fanden jetzt jedoch etwas anderes heraus. Schuld an einer schlechten Wundheilung soll ein gebremster Insulinstoffwechsel an der Wundstelle sein.

Quelle: https://www.nature.com/articles/ncomms12972

Anders sieht es mit hohen Glucosemengen in Bezug auf Infektionen aus. Denn, ist eine Wunde erst einmal entstanden, besteht die Gefahr, dass diese sich entzündet. Dafür sind zu hohe Blutzuckerwerte mit verantwortlich. Eine Studie zeigte, welcher Zusammenhang zwischen Blutzucker und einer Wundinfektion besteht. Dabei ist ein richtiger HbA1c-Wert wichtig. (Der HbA1c-Wert erlaubt einen Rückschluss auf die Blutzuckereinstellung der letzten acht bis zwölf Wochen)!

  • Bei einem HbA1c-Wert von 5,5 bis 7,0% traten die wenigsten Infektionen auf.
  • Jede HbA1c-Erhöhung um einen Prozent steigerte ambulante Infektionsbehandlungen um 3%. Im Krankenhaus um 6%.
  • Patienten mit diabetischen Folgeerkrankungen an den kleinen Blutgefäßen (Netzhaut oder Niere) haben das höchste Infektionsrisiko.

So lässt sich eine schlechte Wundheilung vermeiden

Blutzuckeranstiege vermeiden

Besonders nach einer OP ist es wichtig, eine schlechte Wundheilung zu vermeiden. Um das zu erreichen, ist es wichtig, dass der Blutzucker dauernd gut kontrolliert wird. Wichtig ist, dass starke Blutzuckeranstiege vermieden werden. Nur so lässt sich eine schlechte Wundheilung vermeiden

So vermeidet man starke Blutzuckeranstiege

Man sollte sich von Lebensmitteln ernähren, die die darin enthaltenen Kohelnhydrate nur langsam an den Körper abgeben. Nach und nach soll der Zucker (Kohlenhydrate = Zucker) in das Blut gelangen. So wird ein schneller Blutzuckeranstieg vermieden.

Diese Lebensmittel sollte man verzehren

Bevorzugt sollte man Vollkornprodukte essen. Weißmehlprodukte wie Kuchen, Weißbrot oder Nudeln sollten vermieden werden. Besonders raffinierter Zucker sollte wenn möglich ganz weggelassen werden. Denn Weißmehlprodukte und Zucker bestehen aus Einfachzuckern. Diese sind so aufgebaut, dass sie direkt viel Zucker ins Blut abgeben. Der Blutzuckerspiegel steigt dann rasch an. Vollkornbrot oder Brot mit hohem Roggenanteil dagegen kann verzehrt werden. Ebenso eignen sich Haferflocken oder. Wenn es unbedingt Nudeln sein müssen, dann sollte man Vollkornnudeln bevorzugen. Vollkornprodukte können vom Körper erst nach und nach gespalten werden. Somit wird immer nur ein bisschen Zucker ins Blut abgegeben. Der Blutzuckerspiegel bleibt so stabil. Durch die Ernährung ist es also möglich, einen durchgängig gut kontrollierbaren Blutzuckerspiegel zu halten. So kann eine schlechte Diabetes Wundheilung vermeiden werden.

Rauchverzicht

Rauchen fördert die Arteriosklerose bei Typ-2-Diabetiker. Aber Rauchen fördert leider auch das Auftreten von Wundinfektionen. Gleichzeitig steigert sich durch das Rauchen ein erhöhtes Risiko für Gefäßerkrankungen bei Diabetespatienten. Um Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder im schlimmeren Fall eine Fußamputation zu vermeiden, sollte man mit Diabetes das Rauchen unbedingt vermeiden. Eine schlechte Diabetes Wundheilung ist dann ebenfalls vermeidbar.

Tägliche Fußkontrolle

Wundinfektionen entstehen durch Verletzungen am Fuß. Leider werden Wundinfektionen von Diabetespatienten aufgrund einer Nervenschädigung (Neuropathie) oft nicht bemerkt. Nach 5 Jahren der Diabetesdiagnose leiden fast 10 von 100 Diabetikern an einem diabetischen Fußsyndrom. Nach weiteren 5 Jahren bei 2 der 10 betroffenen Diabetikern eine Amputation vorgenommen. Aus diesem Grund ist es so wichtig, eine tägliche Fußinspektion durchzuführen. Selbst kleinste Anzeichen sollten im eigenen Interesse von Diabetikern ernst genommen werden.

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